Weißrussland und Tschernobyl

In Weißrussland leben ca. 10 Millionen Menschen. Weißrussland grenzt im Norden an die Länder Litauen und Estland, im Osten an Russland, im Westen an Polen und im Süden an die Ukraine.

„Eine Reise nach Weißrussland führt in eine einzigartige Landschaft, unberührt vom Tourismus, zu unentdeckten Kunst- und Kulturgütern und zu Menschen, die in alltagsschwerer Zeit mit ungebrochenem Lebenswillen in ihrer urnatürlichen Herzlichkeit und Gastfreundschaft jede Begegnung zu einen Fest werden lassen.“ So Evelyn Scheer in ihrem Buch „Weißrußland entdecken“ (Trescher Verlag, 1. Auflage 1997).

 

Unter den schrecklichen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat die weißrussische Bevölkerung am meisten zu leiden. 70 % des radioaktiven Fallouts gingen auf dem Gebiet von Weißrussland nieder. Der Atomreaktor liegt zwar auf dem Gebiet der Ukraine, 12 km von der weißrussischen-ukrainischen Grenze entfernt; aber an dem Unglückstag, am 26. April 1986 trieb der Wind die radioaktiven Wolken in Richtung Weißrussland.

 

Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Samstag, 26. April 1986, 1.00 Uhr nachts in Tschernobyl. Ein Techniker bedient von Hand die Notabschaltung. Dreieinhalb Sekunden später hört man noch 10 km weiter den dumpfen Knall der Explosion. Der Block 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl schleudert ca. 70 % seines radioaktiven Inhalts in die Atmosphäre. Der Wind dieser Nacht trägt die Teilchen über 2.000 km weit als tödliche Gefahr für Menschen, Tiere und Pfanzen.

Hinweis auf eine kontrollierte Zone.

Auch heute – mehr als 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl – erkranken Kinder in den verseuchten Gebieten von Weißrussland. Die Folgen der noch immer wirkenden Verstrahlung sind Schilddrüsenkrebs, Leukämie und andere Krankheiten, die aufgrund eines geschwächten Immunsystems entstehen.

Nähere Einzelheiten zu der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und deren Auswirkungen finden Sie im Internet unter:

www.wikipedia.de
www.greenpeace.de
www.iaea.org